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Wissenswertes
rund um das Alphorn

Das Alphorn stammt ursprünglich aus den Alpenregionen Europas, insbesondere aus der Schweiz, Österreich und Süddeutschland. Es wurde traditionell von Hirten verwendet, um mit anderen Hirten zu kommunizieren und das Vieh zu rufen. Das Alphorn ist ein markantes, langes Blasinstrument und gehört zu den ältesten und bekanntesten Musikinstrumenten der Alpenkulturen.

Wissenswertes rund um das Alphorn

Das Alphorn stammt ursprünglich aus den Alpenregionen Europas, insbesondere aus der Schweiz, Österreich und Süddeutschland. Es wurde traditionell von Hirten verwendet, um mit anderen Hirten zu kommunizieren und das Vieh zu rufen. Das Alphorn ist ein markantes, langes Blasinstrument und gehört zu den ältesten und bekanntesten Musikinstrumenten der Alpenkulturen.

Zum Alphorn

Die fast vier Meter langen Instrumente werden im Regelfall aus dem Holz der Bergfichte oberhalb 1000 Meter Meereshöhe hergestellt.

Die Grundstimmung der Alphörner ist „F“. Gespielt werden nur Naturtöne, die mit den Lippen und der entsprechenden Atemtechnik geformt werden – Ventile wie bei anderen Blasinstrumenten gibt es keine.

Der Klang der Alphörner ist gekennzeichnet von den warmen, weitreichenden Harmonien und Melodien. Gespielt wird das Alphorn vor allen Dingen in den Bergen, in den letzten Jahren hat das Alphorn aber auch außerhalb der Berge deutlich an Popularität gewonnen.

Wie laut ist ein Alphorn?oder … wie leise kann ein Alphorn sein?

Das hängt von den spieltechnischen Fähigkeiten des Alphornbläsers ab. Professionelle und erfahrene Alphornbläser passen die Lautstärke an die jeweils vorhandene Raumakustik an. Bei einem Geburtstagsständchen in einer Wohnung wird in Zimmerlautstärke gespielt, in den Bergen antwortet die nächste Felswand mit dem Echo.

Die technischen Einzelheiten des Alphornbaus oder der Spieltechnik werden Ihnen und Ihren Gästen im Rahmen eines Auftritts der „Mutzbacher Alphornbläser“ auf unterhaltsame Weise erklärt und demonstriert.

Herstellung eines Alphorns

Das Alphorn besteht meistens aus Fichtenholz. Fichte ist aber nicht gleich Fichte. Sehr entscheidend bezüglich Klangqualität, aber auch Lebensdauer, ist die Feinjährigkeit des Holzes. Besonders gutes Alphornholz findet man nahe der Waldgrenze zwischen 1500 und 1800 Metern Meereshöhe. Feinjähriges Holz ist nicht so einfach zu beschaffen wie schnellwachsendes Fichtenholz.

Der Schallbecher wird aus zwei Teilen längs verleimt. Je nach Tonart (Länge), oder aber auch auf speziellen Wunsch, besteht das Instrument aus zwei oder drei Teilen. Die Wandstärke des Rohres beträgt im Durchschnitt ca. 6-8 mm. Die große Öffnung des Hornes ist ein gedrechselter Hartholzring von 2,5 cm Dicke. Er hat einen Außendurchmesser von ca. 22 cm. Dieser Ring gibt dem Horn unten seinen markanten Abschluss.

Das Mundstück am oberen Ende wird in einen aufgeleimten Hartholz-Teil in der Form eines Fässchens gesteckt. Dieses Fässchen bildet den oberen Abschluss des Horns, ist ca. 35 mm lang und 35 mm im Durchmesser und hat einen konischen Innendurchmesser von 15 – 10 mm für die Aufnahme des Mundstückes.

Endbearbeitung

Der gerade Teil des Horns, also vom Rohrübergang am Schallbecher bis zum Fässchen für das Mundstück, ist häufig mit halbiertem Peddigrohr (eine Art Schilf) umwickelt. Mehr und mehr wird auf diese Ummantelung verzichtet, um die schöne Maserung des Holzes zur Geltung zu bringen. 

Eine eventuelle Handbemalung in lichtfesten Acrylfarben, ist auf eine Grundierung aufgetragen und ggf. mit Klarlack überzogen. Die Innenoberfläche des Alphorns ist mit einem atmungsaktiven Öl behandelt.

Mundstück

Die Herstellung eines Mundstücks für ein Alphorn ist eine Kunst, die sowohl handwerkliches Geschick als auch ein tiefes Verständnis für die akustischen Eigenschaften des Instruments erfordert. Ein Mundstück ist ein entscheidender Bestandteil eines Alphorns, da es maßgeblich den Klang und die Spielbarkeit beeinflusst.

Das Mundstück besteht aus Buchs-, Zwetschgen- Oliven-, Eiben- oder Ahornholz. Die Länge der Mundstücke beträgt ca. 10 cm. Die unteren 5 cm bilden einen Konus von 18/13 mm Außendurchmesser zum Einstecken in den Oberteil des Alphorns. Die Außenform zwischen Konus und Lippenteil ist der Kreativität des Drechslers überlassen.

 Zerlegung 

Das Alphorn besteht meist aus drei Teilen, einem Unterteil mit Becher, einem Mittelrohr und einem sogenannten Mundrohr, in dem das Mundstück gesteckt wird.

Die Steckhülsen bestehen entweder aus Messing oder Aluminium, teilweise mit Gummiringen als Dichtung. Von Zeit zu Zeit sollten diese Hülsen zum Beispiel mit Vaseline gefettet werden.  Die Steckhülsen befinden sich außerhalb des Holzrohres. Der Innenteil des Horns ist also durchgehend aus Holz.

Durch die zunehmende Popularität des Alphorns in verschiedenen Stilrichtungen der zeitgenössischen Musik in den letzten Jahren wird auch im Alphornbau experimentiert und geforscht, um den gestiegenen Ansprüchen der Alphornspieler gerecht zu werden.